Veröffentlichung neuer Studie von Kim Sobania!
25. März 2026, von Anke Ellegast
Wir freuen uns, unsere neu veröffentlichte Studie von Kim Sobania zu transdiagnostischen Unterschieden im Furcht- und Sicherheitslernen bei Angst- und Zwangsstörungen vorzustellen! In einer Stichprobe von 156 Versuchspersonen mit Zwangsstörung, sozialer Angststörung, spezifischer Phobie sowie unbetroffenen Kontrollpersonen untersuchten wir verschiedene Maße in einem differentiellen Furchtkonditionierungsparadigma.
Während sich auf kategorialer Ebene nur wenig Gruppenunterschiede zeigten (vermindertes Sicherheitslernen in der US-Erwartung bei sozialer Phobie), ergaben sich auf dimensionaler Ebene einige Befunde: Ein erhöhter ängstlicher Erregungszustand war mit verstärkten Furchtreaktionen während der Akquisition und Generalisierung verbunden, während depressive Symptome mit einer erhöhten US-Erwartung während der Extinktion assoziiert waren.
Unsere Ergebnisse legen nahe, dass individuelle Unterschiede in zentralen Symptomdimensionen Furcht- und Sicherheitslernen über diagnostische Grenzen hinweg beeinflussen. Dies unterstreicht die Bedeutung transdiagnostischer Ansätze für das Verständnis und die Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen.
Sobania, K. M., Härpfer, K., Carsten, H. P., Lincoln, T. M., Kausche, F. M., & Riesel, A. (2026). Are Fear Learning Processes Altered in Obsessive-Compulsive Disorder, Social Anxiety, and Specific Phobia? Insights From the Late Positive Potential, Fear-Potentiated Startle, and Ratings. Psychophysiology, 63:e70277. https://doi.org/10.1111/psyp.70277
