Neue Studie zu unvorhersehbarer Bedrohung bei Angst- und Zwangsstörungen veröffentlicht!
16. September 2026, von Anke Ellegast
Wir freuen uns, unsere neue Studie zu Reaktionen auf unvorhersehbare Bedrohung vorzustellen! Untersucht wurden Personen mit spezifischer Phobie, sozialer Angststörung und Zwangsstörung sowie unbetroffene Kontrollpersonen. Mit dem NPU-Threat Test erfassten wir verschiedene physiologische Reaktionen, darunter Schreckreflex, Hautleitfähigkeit und EEG-Aktivität.
Die deutlichsten Gruppenunterschiede zeigten sich bei der Hautleitfähigkeit: Personen mit Zwangsstörung zeigten stärkere Reaktionen auf unvorhersehbare Bedrohung als die anderen Gruppen. Eine explorative Analyse identifizierte zudem verschiedene physiologische Reaktionsprofile, die mit klinischen Merkmalen zusammenhingen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Bedrohungsverarbeitung durch das Zusammenspiel verschiedener physiologischer Systeme geprägt ist und als teilweise transdiagnostischer Prozess verstanden werden kann.
Carsten, H. P., Härpfer, K., Kausche, F. M., & Riesel, A. (2026). Transdiagnostic physiological correlates of unpredictable threat anticipation. International Journal of Clinical and Health Psychology. https://doi.org/10.1016/j.ijchp.2026.100723
