Neue Studie in Nature Energy veröffentlicht: Wie politische Maßnahmenpakete die Umstellung auf Elektrofahrzeuge vorantreiben
11. September 2026, von Uğur Turhan
Wir freuen uns, eine neue Publikation in Nature Energy zu veröffentlichen: "Economic and behavioural policy coupling has divergent effects on electric vehicle adoption at individual and system scales" von Anne Günther, Mart van der Kam und Ulf Hahnel (Uni Lüneburg), in Zusammenarbeit mit Amir Rasanan (Uni Basel) und Sebastian Gluth.
Um den Übergang zu einem kohlenstoffarmen Verkehrswesen zu beschleunigen, ist eine wirksame Politikgestaltung erforderlich. Während Regierungen weltweit häufig ökonomische Anreize (wie die CO2-Bepreisung) mit verhaltensbezogenen Anstößen (wie gezielten Informationskampagnen) kombinieren, blieb das Zusammenspiel dieser Maßnahmenpakete zwischen individuellen Entscheidungsfindungen und einer breiteren systemweiten Dynamik bislang komplex.
Diese Studie untersucht die nuancierten Wechselwirkungen zwischen ökonomischen Preissignalen und Klimainformationen auf die Kaufentscheidungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kopplung politischer Instrumente unterschiedliche Wirkungen entfaltet – je nachdem, ob sie auf individueller oder auf systemischer Ebene bewertet werden.
Diese Erkenntnisse unterstreichen die entscheidende Bedeutung maßgeschneiderter Politikansätze: Aufeinander abgestimmte ökonomische und verhaltensbezogene Instrumente können die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen erheblich steigern, während fehlausgerichtete Maßnahmen das Risiko bergen, die erwarteten Vorteile auf Systemebene zu schmälern.